Wer als Energieversorger ernsthaft in die Cloud geht, baut keinen einzelnen Workload. Er baut ein Fundament, auf dem Jahre oder Jahrzehnte von Systemen laufen werden. Die Azure Landing Zone ist dafür Microsofts Referenzarchitektur – aber sie muss für die Besonderheiten der Energiewirtschaft angepasst werden.
Die Azure Landing Zone ist ein vordefiniertes Set an Bausteinen für Netzwerk, Identität, Sicherheit, Governance und Operations, das als sichere Basis für alle nachfolgenden Cloud-Workloads dient. Ohne Landing Zone beginnt jedes Projekt mit Netzwerk-Diskussionen, Identity-Debatten und Policy-Festlegungen. Mit Landing Zone beginnt es mit der eigentlichen Arbeit.
Microsoft bietet mit dem Cloud Adoption Framework und den Enterprise-Scale Templates eine Referenzimplementierung. Die Kunst liegt darin, diese sinnvoll an die eigene Organisation anzupassen.
Energieversorger haben Anforderungen, die über den Mainstream-Mittelstand hinausgehen:
Das ist nicht mit einer Standard-Landing-Zone abbildbar – aber mit einer gut angepassten.
Die typische EVU-Landing-Zone hat eine Hub-and-Spoke-Topologie: ein Hub-VNet für geteilte Services (Firewall, DNS, Monitoring, VPN/ExpressRoute-Verbindungen), Spoke-VNets für einzelne Workloads.
Wichtige Entscheidungen:
Unbundling ist keine Netzwerkfrage. Aber wenn die Netzwerkgrenze nicht stimmt, nutzt auch die beste organisatorische Regelung nichts.
Microsoft Entra ID (ehemals Azure AD) ist das Fundament. In der EVU-Praxis bewähren sich:
Ohne Policies ist eine Landing Zone ein großer Spielplatz. Mit Policies ist sie ein kontrollierter Betrieb. Essenzielle Policies für EVU:
Microsoft Sentinel als SIEM, Azure Monitor als Observability-Layer, Defender for Cloud als Security-Posture-Management. Für KRITIS-Umgebungen sind das keine optionalen Extras, sondern regulatorische Basics.
In der Praxis empfehlen wir:
Eine Landing Zone, die per Klick gebaut wird, ist keine Landing Zone – sie ist eine Sammlung von Klicks, die niemand mehr reproduzieren kann. Bicep oder Terraform sind Pflicht. Microsoft liefert ALZ-Bicep und Azure Verified Modules als Startpunkt.
Infrastructure as Code ist keine Entwickler-Vorliebe. Es ist die einzige Möglichkeit, in einer Prüfung nachzuweisen, was wie konfiguriert wurde – und warum.
Eine Azure Landing Zone für ein EVU ist kein Standardprodukt. Sie ist ein angepasstes Fundament, das regulatorische, organisatorische und technische Anforderungen verbindet. Der Aufwand für ein solides Setup liegt typischerweise bei 3-6 Monaten – und zahlt sich jahrelang aus.
Der alternative Weg – jedes Projekt baut seine eigene Umgebung – produziert Inkonsistenz, Sicherheitslücken und am Ende höhere Gesamtkosten. Eine Landing Zone ist keine Bequemlichkeit, sondern eine Investition in Skalierbarkeit und Auditfähigkeit.
Wir unterstützen Energieversorger bei der Auswahl und Umsetzung der richtigen Technologie.
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